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Delegiertenversamlmung 2015 in Walkringen

Mit Herzblut bei der Samaritersache  

Anlässlich der Delegiertenversammlung des Regionalverbandes Emmental wurde allen Traktanden zugestimmt. Zehn Samariterinnen und zwei Samariter wurden mit der Henry Dunant Medaille ausgezeichnet. Stellvertretend für diese erzählt Brigitte Linder aus ihrem Leben als Samariterin. 

Die 120 Stimmberechtigten an der Delegiertenversammlung des Regionalverbandes Emmental im Rüttihubelbad in Walkringen, genehmigten alle Geschäfte diskussionslos. Der Präsident Beat Liechti gab bedauernd bekannt, dass im vergangenen Jahr die Samaritervereine Schlosswil, Trubschachen und Wasen aufgelöst wurden. Doris Wolf, Präsidentin des Kantonalverbandes Bernischer Samaritervereine sprach die kommenden Veränderungen in der Ausbildung der Vereinskader an: „Seid euch bewusst, Veränderungen sind stets eine Chance für alle, dabei wird es aber immer Verlierer und Gewinner geben.“ Katharina Grossmann rief in Erinnerung, dass der Samariterverein Langnau am Sonntag, 7. Juni den Samariter Jugendtag durchführe. Familien, Jugendliche und Kinder sind herzlich eingeladen den Parcours zu absolvieren und am vielseitigen Rahmenprogramm teilzunehmen.  

"Karriere" im Samariterverein Linden

Brigitte Linder wurde durch eine Bekannte angefragt, ob sie nicht einmal im Samariterverein „schnuppern“ möchte. „Sofort faszinierte mich die Samaritertätigkeit und im Jahre 1995 trat ich als Aktivmitglied dem Samariterverein Linden bei. „Eigentlich wollte ich an den monatlichen Uebungen mein Erste-Hilfe Wissen erweitern und nicht „Karriere“ machen“ hält Brigitte Linder rückblickend fest. Als im Samariterverein Linden eine zweite Samariterlehrerin, wie diese Tätigkeit damals noch genannt wurde fehlte, nahm Brigitte Linder die anspruchsvolle Ausbildung in Angriff, um ihre Kollegin beim Unterrichten zu unterstützen. Im Jahre 2003 schloss sie diese erfolgreich ab.  

Viel Herzblut 

In den 12 Jahren hat die Kurs- und Technische Leiterin unzählige Prozesspläne geschrieben, Kurse und Übungen geleitet, bei Blutspendeaktionen mitgeholfen,  die Verantwortung beim Postendienst übernommen und in verschiedenen Ernstfällen ihr Wissen und Können eingesetzt. „An den Übungen nehmen rund 15 Samariterinnen und Samariter teil, was mich  immer wieder motiviert, interessante Lektionen auszuarbeiten, denn ich fühle mich für die Aus- und Weiterbildung „unserer“ Mitglieder verpflichtet“ hält Brigitte Linder fest und fügt an, dass der zeitliche Aufwand der Kurs- und Technischen Leiterin nicht unterschätzt werden dürfe. Für die intensiv betriebene Samariterarbeit muss „Herzblut“ im Vordergrund stehen.

Rund um die Uhr bereit

Denn Samariterinnen und Samariter stehen eigentlich rund um die Uhr bereit, um Menschen in Not zu helfen. Brigitte Linder tut dies als Angehörige der Alarmgruppe Linden und neu auch als Mitglied der First Respondergruppe Linden-Oberdiessbach. „Wir haben das Glück, dass zur Zeit zwei Samariterinnen die Ausbildung zur Kurs- und Technischen Leiterin absolvieren und ich dann unterstützend mitwirken kann“. Mit 23 Aktivmitgliedern ist Linden ein gesunder Verein, welcher vermehrt die Zusammenarbeit mit dem Samariterverein Oberdiessbach pflegt. Der Empfang der Henry Dunant-Medaille, der  höchsten Auszeichnung des Schweizerischen Samariterbundes für langjährige Treue zur Samaritersache,  sieht Brigitte Linder aber nicht als Abschluss ihrer Samaritertätigkeit: „Weil ich unter dem „Helfersyndrom“ leide, werde ich mich wohl zeitlebens zur Samaritersache hingezogen fühlen und helfen, wo es nötig ist“ hält Brigitte Linder, sicherlich stellvertretend für die elf anderen Geehrten fest.    

Mit der Henry Dunant Medaillen wurden folgende Personen ausgezeichnet:

SV Affoltern: Christine Ryser. SV Grosshöchstetten: Verena Blaser. SV Linden: Heinz Lehmann, Franziska Schlapbach, Brigitte Linder. SV Lützelflüh-Goldbach: Helena Ellis, Annemarie Baumgartner. SV Oberburg: Hans- Rudolf Muster. SV Signau: Marlies Pfister. SV Trubschachen: Yvonne Thuner. SV Walkringen: Ursula Lüscher. SV Wynigen: Andrea Grossenbacher 

 

Wahlen: Beauftragter Jugendarbeit: Rolf Imhof bisher, Beisitzer: Sabrina Röthlisberger, neuRechnungsrevisorin: Doris Brechbühl Aeschlimann, neu  Fotos: Hansjörg Mader Zeigen Brigitte Linder, als sie von Hans Kipfer, Ehrenmitglied des Kantonalverbandes Bernischer Samaritervereine die Medaille erhält.