Bild

Samjuta Langnau

Samariterjugend in Langnau

Mit einem Fest für die Samariterjugend, die Samariterfamilien sowie die Gemeindeangehörigen feierte der Samariterverein Langnau am letzten Sonntag sein 125jähriges Bestehen. 300 Wettkämpfer reisten aus der ganzen Schweiz nach Langnau, um am Samariterjugendtag teilzunehmen.

In 62 Gruppen eingeteilt wurde der abwechslungsreiche Parcours absolviert. Dabei galt es, das Samariterwissen und Können sowie die Geschicklichkeit unter Beweis zu stellen. Die Wochenzeitung begleitete während des ganzen Tages die Gruppe Piccolo, welche aus dem Seeland angereist ist. Gekleidet mit dem erhaltenen Samjuta-T-Shirt, warten Arwen, Målin, Leandro und Leon, ungeduldig beim Sekundarschulhaus Langnau, bis die Uhr endlich 11.33 Uhr anzeigt und sie starten dürfen. Ihr Begleiter, Anton Jurt erklärt, dass er dem jungen Samariterverein LORA, welcher im Jahre 2014 aus der Fusion der Samaritervereine Leuzigen, Oberbucheggberg-Oberwil, Rüti bei Büren und Arch entstanden ist, als Präsident vorstehe. „Ich freue mich, dass wir heute mit fünf Jungsamaritergruppen teilnehmen können“ betont er und erklärt, dass die Mitglieder der Gruppe Piccolo, welche zwischen sechs und acht Jahre alt sind, noch zu jung seien, um in der Helpgruppe mitzumachen. „Wir wollten aber unbedingt auch dabei sein“, betont Arwen, deren Mutter mit den Helpis unterwegs ist. Endlich, ist es soweit, das Postenblatt kann abgeholt werden und es geht los. „Was erwartet uns wohl beim ersten Posten?“ fragt Leon. Vorerst gilt es Plauschpunkte zu holen. Die Kinder stürzen sich in Samariterkleider und versuchen den Ring, der an einer Angelrute befestigt ist, über eine Flasche zu stülpen. „Das isch nid zum Ushalte“ meint Leandro, welchem es dann doch noch gelingt, Punkte zu holen.

Wundversorgung und Verbände
Nun geht es weiter: Drei Mitglieder der SCL Young Tigers, welche Figuranten spielen, sind gestürzt und weisen eine Schürfwunde auf, welche es zu versorgen gilt. Arwen leitet die anderen an, sofort Handschuhe anzuziehen. Fleissig wird desinfiziert, die Wunde mit einer Kompresse abgedeckt und mit einem Verband fixiert. Am nächsten Posten gilt es Verbände anzulegen. Nun folgt die grosse Herausforderung: Indem ein Hindernisparcours zu absolvieren ist, werden diese auf ihre Tauglichkeit geprüft. Die Verbände halten stand, und die Postenbetreuende rühmt: „Das habt ihr super gemacht!“ Mit dem Lob in den Ohren geht es weiter Richtung Eisstadion. Hier gilt es auf einem Foto Henry Dunant, den Gründer der Rotkreuzbewegung zu erkennen und ein Puzzle zusammenzusetzen. „Oh, das isch aber mega schwierig“ hält Leon fest und bedauert, dass es nicht gelingt. Hingegen beim Memory, holen sich die Vier die Maximalpunktzahl.

Mr. Bean sorgt für Lacher
Weiter gilt es Punkte beim „Büchsenwerfen“ zu sammeln, was auch gelingt. Oh je, ein Knabe hat  sich mit einer Metallplatte verletzt und weist nun eine stark blutende Wunde auf. Wieder Handschuhe anziehen! Arwen lagert den Patient am Boden, der verletzte Arm wird hochgehalten und unter Anleitung von Anton legt Leon einen Druckverband an. Die Kinder werden wiederum für ihre Arbeit gelobt. „Oh krass, mir hei 32 Punkt übercho!“ freut sich Leandro. Der Filmausschnitt, bei welchem Mr. Bean eine Reanimation einleitet, strapaziert die Lachmuskeln der Kinder arg. Für Arwen ist das Vorgehen beim Pateinten, der keine Antwort mehr gibt sofort klar und gemeinsam wird dieser in die Seitenlage gebracht. Nun noch zum Ziel und schon ist der ganze Spuk vorbei. „Jetz fröie ig mi uf e Hamburger“ meint Målin. Nachdem der Hunger gestillt ist, werden die verschiedenen Attraktionen ausprobiert. „Schaut“, ruft plötzlich Leon, „dort kommt Globi“. Sofort laufen die Kinder über den Sportplatz, um sich ein Autogramm von Globi zu holen. Als alle Gruppen im Ziel sind, kommt es zur Rangverkündigung. Stolz lassen sich die auf den ersten drei Plätzen Rangierten die Medaillen umhängen und nehmen ihre Preise entgegen. Die Gruppe Piccolo belegt den 16. Rang und glücklich nehmen die Kinder die „Kitchener-Säcke“ entgegen. „Krass Mann“, ruft Leandro beim Begutachten des Säckleins und kurze Zeit später machen sich die aus dem Seeland Angereisten, müde aber rundum zufrieden wieder auf den Weg nach Hause. Für die Verantwortlichen des Samaritervereins Langnau ist damit eine arbeitsintensive Zeit vorbei.