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Wespen hielten am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Burgdorf die Samariter auf Trab

Am ESAF, dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Burgdorf, standen nebst Armeeangehörigen und der Sanitätspolizei Bern, welche für die Organisation des Sanitätsdienstes zuständig war, 101 Samariterinnen und Samariter im Einsatz.

Bereits in den Wochen vor dem ESAF war im Emmental, dem Ursprungsgebiet des Schwingsports,  eine „Schwingeuphorie“ ausgebrochen und eine freudige Spannung lag in der Luft. Endlich stand das erste „Eidgenössische“ im Emmental vor der Tür. Am Freitagmorgen um 7.30 Uhr durchliefen 35 Samariterinnen und Samariter gemeinsam mit 23 Angehörigen der Sanitätspolizei Bern bei den Sammelstellen das Briefing. Der ärztliche Leiter Dr. med. Frank Neff informierte: „Auch, wenn wir hier nur in provisorischen Sanitätshilfestellen arbeiten, wird medizinische Hilfe geleistet, die dem Standart entspricht, wie man sich dies hier in Burgdorf gewohnt ist.“ Vorerst galt es für die Samariterinnen und Samariter sich mit den zugeteilten Profis, dem Material sowie der Sanitätshilfestelle bekannt zu machen. Bereits gegen Mittag war klar, dass im Vordergrund das Behandeln von Wespenstichen stehen würde.

Fenistil das Wundermittel  
Glücklicherweise half bei den allermeisten der 286 gestochenen Personen, der Einsatz von Fenistil, welches die Samariterinnen und Samariter stets auf sich trugen. Einige Patienten aber reagierten allergisch und mussten behandelt oder sogar hospitalisiert werden. Nach einem zehn- bis zwölfstündigen Einsatz traf die nächste Schicht ein, welche nun während der Nacht für kleinere und grössere medizinische Notfälle im Einsatz stand. Nun waren es nicht mehr die Wespen, welche die Helfenden auf Trab hielten, sondern eher diejenigen, welche dem Alkohol etwas zu sehr zugesprochen hatten.  

Zuständig für 300'000 Personen  
Am Samstag wurden dann bei strahlendem Sonnenschein die ersten Gänge in der imposanten  Emmental-Arena, dem grössten Stadion der Schweiz, ausgetragen. Diese bot Platz für 52'013 Personen. Für jede der sechs Tribünen waren zwei Personen des Rettungsdienstes gemeinsam mit zwei Samariterinnen oder Samaritern zuständig. Am Samstag wie am Sonntag, gab es in der Arena nur ein paar Einsätze, doch rundherum traten verschiedene medizinische Probleme  auf. Nicht verwunderlich, tummelten sich doch auf dem 90 Hektaren grossen Festgelände auf der Eymatte während den drei Tagen insgesamt 300'000 Personen. Die 101 Samariterinnen und Samariter, welche grösstenteils Vereinen des Regionalverbandes Emmental angehören,  leisteten während den drei Tagen gemeinsam 215 Einsätze, woraus sich 2'313 Stunden ergaben. In dieser Zeit wurden etwas mehr als 1’500 Patientenkontakte verzeichnet. Rund 60 Patienten mussten in Spitalpflege gebracht werden.  

Gute Zusammenarbeit  
Christine Mader, welche im Vorfeld für die Koordination der Samariterinnen und Samariter zuständig war, zeigt sich erfreut, dass sich so viele bereit erklärt haben, Postendienst zu leisten. Weiter lobt sie die Disziplin, denn es waren nur drei kurzfristige, begründete Absagen eingetroffen. Markus Blau, Stellvertretender Bereichleiter Planung und Einsatz bei der Sanitätspolizei Bern lobte am Sonntagabend: „ Ich danke den Samariterinnen und Samariter für die gute Zusammenarbeit bestens. Ich schaue auf durchaus befriedigend verlaufene Einsätze zurück.“